Bundesfinale Jugend forscht 16.-19.5.2019 in Chemnitz

Ein Bericht von Bernd Koch. Fotos Dr. Cornelia Wissemann-Hartmann, Bernd Koch und Michael Winkhaus

Unsere Abiturienten Juliane Neußer und Moritz van Eimern erreichten mit ihrer Arbeit zu den Leuchtkräftigen Blauen Veränderlichen Sternen den 3. Platz in der Kategorie Geo- und Raumwissenschaften.

Jugend forscht hat einen nachhaltigen Eindruck bei Juliane und Moritz hinterlassen, hier ihr sehr persönlicher Bericht über ein „einzigartiges Erlebnis“ ….

Unser Weg bis zum Bundeswettbewerb 2019

„Und den dritten Platz im Bereich Geo- und Raumwissenschaften erreichten Juliane Neußer und Moritz van Eimern mit ihrem Projekt „
Spektroskopische Vermessung der Sternwinde der LBV-Sterne Deneb und P Cygni“, …so endete für uns die spannende Reise des Jugend forscht Wettbewerbs 2019. Doch der Weg hin bis zu diesem Moment war nicht leicht.

Natürlich ist der Wunsch jedes Teilnehmers, eine Runde weiter zu kommen oder sogar zu gewinnen, doch damit rechnen kann man nie, denn das Besondere an Jugend forscht ist die außergewöhnliche Vielfalt an Projekten, die man dort kennenlernen und gegen die man antreten darf.
Das Niveau steigert sich natürlich von Runde zu Runde, und so waren wir bereits nach dem Regionalwettbewerb in Solingen und Landeswettbewerb in Leverkusen vollkommen glücklich mit unserer Leistung und freuten uns auf die große Herausforderung, die der Bundeswettbewerb zu bieten hatte.

Abgesehen von unserem Ehrgeiz und dem Wunsch etwas zu gewinnen, wurde ein Aspekt des Wettbewerbs immer wichtiger für uns und das war die Gemeinschaft, die von allen TeilnehmerInnen gebildet wurde. Alle, denen wir während des Wettbewerbs begegneten, waren aufgeschlossen und freundlich, von Konkurrenzkampf war nichts zu spüren. Diese Atmosphäre hat für uns sowohl den Landeswettbewerb als auch den Bundeswettbewerb zu einem einzigartigen Erlebnis gemacht. Vor allem der Bundeswettbewerb wird uns wohl noch lange im Gedächtnis bleiben.

Am ersten von insgesamt vier Tagen sind wir nach Chemnitz angereist, konnten unseren Stand aufbauen und bereits einige Teilnehmer kennenlernen oder Bekannte aus dem Landeswettbewerb wiedersehen. Der Begrüßungsabend war wohl eines der Highlights der vier Tage. Dieser fand im Fraunhofer Institut statt, wo wir gegessen und mit einer Live-Band gefeiert haben. Am nächsten Tag war es dann so weit: die Jurybefragungen fingen an. Die gesamte Zeit hielt die starke Anspannung an und man konnte die Aufregung aller TeilnehmerInnen förmlich spüren. Nach zweimaliger Befragung waren wir beide ziemlich erschöpft.

Um uns zwischendurch etwas ablenken zu können, sind wir zu verschiedensten Ständen gegangen, um die anderen Projekte kennenzulernen. Man kann sich kaum vorstellen, was für komplexe und beeindruckende Ideen in der Messehalle vertreten waren. An dieser Stelle wird einem klar, wie besonders die Teilnahme am Bundeswettbewerb Jugend forscht doch ist, denn die Gespräche und Bekanntschaften, die wir dort geführt und gemacht haben, werden uns noch einige Zeit begleiten.

Viel zu schnell war ein Tag voller Aufregung und Begegnungen vorbei, doch der Abend hielt noch einige Überraschungen für uns bereit. Von der Messe aus fuhren wir zum „Weltecho“, einem kleinen Kulturzentrum, wo wir zunächst im Biergarten bei leckerem Essen und Getränken die letzten Sonnenstrahlen des Tages genießen konnten. Später durften wir ein Zusammenspiel von Kunst und Musik beobachten, bis sich der letzte Programmpunkt anbahnte, ein Poetry-Slam, der auch den Letzten von uns begeisterte.

Die folgenden zwei Tage bestanden aus Besuchen der Öffentlichkeit und Siegerehrungen. Am Samstag wurde es so richtig voll in der Messehalle und wir hatten alle Hände damit zu tun, den Gästen unser Thema zu präsentieren, wobei auch einige spannenden Diskussionen mit Astrophysikern nicht zu kurz kamen. Die abendliche Sonderpreisverleihung war von ausgesprochen gutem Essen, ausgelassener Stimmung und Livemusik begleitet, und die Tanzfläche füllte sich.

Besondere Aufmerksamkeit erregte der Besuch des Bundespräsidenten am letzten Tag. Er kam nicht nur zur Siegerehrung, sondern ging auch interessiert durch die Messehalle und besuchte einige Stände. Gegen Mittag hatte das lange Warten endlich ein Ende und die finale Preisverleihung begann. Keiner von uns konnte die Jury und ihre Urteile einschätzen, wodurch die Spannung sich bereits über zwei Tage hinweg immer weiter gesteigert hatte. Die Minuten zogen sich hin und immer mehr Plätze wurden vergeben. Als unser Projekt für den dritten Platz aufgerufen wurde, konnten wir es kaum glauben und waren einfach nur glücklich. Nach allen Arbeitsstunden, der gelegentlichen Frustration und dem lange währenden Durchhaltevermögen hatten wir es geschafft!

Für das Gefühl, welches einen in diesem Moment ergreift, lohnt sich alle Arbeit, doch nicht nur für diesen Moment, sondern auch für alles, was wir auf dem Weg dorthin erleben durften. Diese Erfahrung kann uns keiner nehmen und deshalb können wir nur jeden ermutigen, den Schritt zu wagen und sich bei Jugend forscht zu bewerben. Hätte uns jemand vor dem Regionalwettbewerb gesagt, was noch kommen würde, so hätten wir das wohl kaum geglaubt. Also traut euch, denn Jugend forscht ist mehr als nur ein Wettbewerb!

Juliane Neußer und Moritz van Eimern

Die dritte und letzte – zugleich spannendste – Runde im Jahrgang 2108/19 von Jugend forscht fand in Chemnitz/Sachsen statt. Juliane und Moritz reisten bereits am Donnerstag, den 16. Mai zum Bundefinale an. Am Freitag und am Vormittag des Samstags befragten Jurys unsere beiden Jungforscher zu ihrem Thema Spektroskopische Vermessung der Sternwinde der Leuchtkräftigen Blauen Veränderlichen Sterne Deneb und P Cygni. Dabei wurde intensiv über Details diskutiert. Samstag Abend standen die Ergebnisse dann fest.

Der Sonntagvormittag war der Siegerehrung vorbehalten. Hochkarätiger Besuch hatte sich angesagt: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier eröffnete die Siegerehrung, an der unter anderem der Ministerpräsident des Freistaats Sachsen, Michael Kretschmer und die Bundesbildungsministerin Anja Karliczek teilnahmen.

3. Platz im Bundesfinale Jugend forscht. Download der Wettbewerbsarbeit:

Moritz van Eimern und Juliane Neußer gestalteten einen informativen Stand.
Stellvertretende Schulleiterin Dr. Cornelia Wissemann-Hartmann, Juliane Neußer, Moritz van Eimern und Schulleiter Reinold Mertens. Foto: Bernd Koch
Projektbetreuer Bernd Koch, Juliane Neußer, Moritz van Eimern und Schulleiter Reinold Mertens. Foto: Dr. Cornelia Wissemann-Hartmann

Moritz und Juliane im Fachgespräch

Juliane Neußer im Fachgespräch mit Hermann Klein, Betreuer einer Jufo-Arbeit im Fachbereich Physik.
Moritz van Eimern im Fachgespräch
Juliane Neußer im Fachgespräch
Fachbereich Geo- und Raumwissenachaften mit insgesamt 11 Jugend forscht Arbeiten
Sonntagvormittag: Vergabe der 3. Plätze in allen Kategorien. Foto: Jugend forscht
Vergabe der 3. Plätze in allen Kategorien. Video: Jugend forscht
Das Abschlussfoto mit MINT-Koordinator und Studiendirektor Michael Winkhaus, Schulleiter Reinold Mertens, Juliane Neußer, Moritz van Eimern und Projektbetreuer Bernd Koch (v.l.). Fotos: Dr. Cornelia Wissemann-Hartmann

Das Medienecho


https://www.kmk.org/aktuelles/artikelansicht/carl-fuhlrott-gymnasium-aus-wuppertal-ist-die-jugend-forscht-schule-2019.html

https://www.wuppertaler-rundschau.de/lokales/jugend-forscht-ausgezeichnete-nachwuchswissenschaftler-aus-wuppertal_aid-3888
Bergische Morgenpost, 22.5.2019