Projektarbeiten 2013

von Bernd Koch

H-alpha-Fotografie von kosmischen Nebeln mit dem Celestron 11-Hyperstar

Vincent Blümer

Die Autoren schreiben: „Die Deep-Sky-Fotografie ist einer der spannendsten Bereiche der Astronomie. Sie liefert spektakuläre Bilder von weit entfernten Sternhaufen, Nebeln und Galaxien. Leider gibt es jedoch auf dem Weg zu einem guten Bild eines Deep-Sky-Objekts viele Hürden. Das größte Problem ist die niedrige Lichtstärke der Objekte. Um selbst lichtschwache Objekte aufnehmen zu können, muss man hohe Belichtungszeiten und ISO-Werte benutzen. Dadurch passiert es meistens, dass sich auch der Hintergrund um das Objekt aufhellt, was auf die hohe Lichtverschmutzung in Wuppertal zurückzuführen ist. Filter könnten hier Abhilfe leisten. Doch durch die Verwendung von Filtern, die dieses Stadtlicht minimieren sollen, verringert sich die Lichtempfindlichkeit des Teleskops. Außerdem kommt es durch die hohen ISO-Werte zu höherem Rauschen. Bisher wurde an der Sternwarte das Pentax 75-Teleskop zur Deep-Sky-Fotografie eingesetzt, da es recht lichtstark ist und damit besser geeignet ist als das Celestron C11. Das C11 kann jedoch mit wenigen einfachen Schritten zum C11-Hyperstar umgebaut werden, welches viel lichtstärker ist, jedoch immer noch eine Vergrößerung hat, die mit der des Pentax 75 vergleichbar ist. In dieser Facharbeit werde ich die Teleskope vergleichen, meine Technik zur Bearbeitung der Bilder beschreiben und meine Endergebnisse diskutieren.“

Positions- und Bahnbestimmung von Ceres und Vesta mit anschließender Ephemeridenrechnung

Tobias Fries

Tobias schreibt: „In einer Zeit, in der unser Sonnensystem bereits in der Grundschule zum Lernstoff dazugehört, wirkt es fast selbstverständlich, dass die Planeten einer bestimmten Bahn um die Sonne folgen. Dabei steckt hinter all den Kenntnissen über die Planetenbahnen eine Kombination aus komplexen mathematischen Gesetzen, verbunden mit genauen astronomischen Messungen. ch möchte mich mit dieser Projektarbeit der Bestimmung dieser Bahnen widmen. Das bedeutet, ich möchte mit eigenen Aufnahmen die Positionen meiner Objekte bestimmen, aus diesen Positionen eine Objektbahn berechnen und anschließend mithilfe dieser berechneten Bahn eine zukünftige Position meiner ausgewählten Objekte voraussagen. Die Wahl fiel dabei auf die beiden Asteroiden Ceres und Vesta, da sie zur Zeit dieser Arbeit sehr gut zu beobachten waren und insgesamt eine größere Herausforderung boten als die großen Planeten.“

Die Messier-Objekte

Arne Fischer

Arne Fischer nahm sich zum Ziel, einen eigenen Messierkatalog fotografisch zu erstellen. Dabei handelt es sich um einen Katalog der hellsten Himmelsobjekte, den der franz. Astronom Charles Messier im 18. Jahrhundert vor Erfindung der Foto grafie erstellte. Sternhaufen, galaktische Nebel, und Galaxien prägen den Katalog, dessen Objekte noch immer eine große Faszination auf den Betrachter ausüben. Arne fotografierte die für ihn erreichbaren Messierobjekte und untersuchte die Aufnahmen auf möglicherweise unerwartete Objekte am Himmel. Neben interessanten Sternen konnte er einen Satellit auf geostationärer Bahn identifizieren.

Bestimmung der Systemparameter des spektroskopischen Doppelsterns β Aurigae

Leon Gleser

Leon Gleser untersuchte den spektroskopischen Doppelstern beta Aurigae mit dem hochauflösenden Spektrographen Lhires III, der ihm für diese Arbeit vom französischen Hersteller Shelyak extra zur Verfügung gestellt wurde. Die genaue Vermessung der aufgespaltenen Spektrallinien in den
am 12,5“-Cassegrain (Station 7) aufgenommenen Spektren ließ Leon die
Parameter des Doppelsternsystems vollständig bestimmen. Insbesondere
die Massen der beiden sich umkreisenden Sterne und die zugehörigen
Bahnradien wurden mit hoher Genauigkeit berechnet. Mit dieser Methode können sogar Exoplaneten um fremde Sterne nachgewiesen werden – Leons Arbeit steht also an vorderster Front der gegenwärtigen astrophysikalischen Forschung.

Spektroskopische und fotografische Untersuchung des offenen Sternhaufens Plejaden M45

Jan Martin Müller und Tobias Guthoff

Tobias und Jan Martin widmeten sich der Untersuchung der Sterne im Sternhaufen Plejaden. Mit dem Celestron 11 und Hyperstar-Aufsatz wurden in einer mondlosen Nacht die extrem lichtschwachen Plejadennebel fotografiert, wobei auf den Aufnahmen überraschenderweise ein erdumkreisender Satellit mit ungewöhnlicher Lichtreflexion entdeckt wurde. Im zweiten Teil der Arbeit wurde der hellste Stern der Plejaden, Alcyone, mit dem hochauflösenden Spektrographen Lhires III am 12,5-Zoll-Cassegrain spektroskopisch untersucht, mit dem Ziel, die Eigenrotationsdauer des Sterns zu bestimmen. Des Weiteren konnten Aussagen zur Wasserstoffgasscheibe getroffen werden, die diesen Be-Stern umgibt. Eine hochklasssige Forschungsarbeit.